Imogen Drews wechselte vom Englischunterricht an Schulen zu einem Job als Frontend Developerin bei einem Tech-Unternehmen. So hat sie es geschafft.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Mathe-Mythos hielt sie jahrelang fern: Imogen dachte, Programmieren würde starke Mathekenntnisse erfordern, und zog es als Karriereoption nie in Betracht.
- Ein frustrierender Job, kein großer Plan, brachte sie voran: Eine unprofessionelle Führungskraft und das Beispiel einer Kollegin überzeugten sie schließlich mehr als jede klare Vision.
- Der schwierigste Teil war der erste Monat, nicht Mathe: Sie beschreibt anfängliche Überforderung, die dank Unterstützung von Trainer:innen und Team verschwand, nicht dank Mathe-Fähigkeiten.
An einem schwülen südafrikanischen Herbsttag 2017 schloss die Forschungspraktikantin Imogen Drews das Skript der sexistischen Bierwerbung, die man ihr gegeben hatte, und schloss damit auch das Kapitel ihres Lebens, das sie der Filmwelt gewidmet hatte.

Inhaltsverzeichnis
Das Skript einer sexistischen Bierwerbung geschlossen
Als Kind, aufgewachsen in der Metropole Johannesburg, hatte sie davon geträumt, die Geschichten südafrikanischer Frauen auf die Leinwand zu bringen und Regisseurin zu werden. Ein Bachelor in Film & Television und ein Praktikum später hatte die Realität der Branche diesen Traum jedoch verwelken lassen.
„Im Film ist es extrem schwer, an den Punkt zu kommen, an dem man wirklich etwas erschafft“, sagt sie heute. „Genau das hat mich zum Programmieren gezogen. Die Tatsache, dass ich einfach erschaffen kann, ohne Hürden und Einschränkungen.“
Von Filmträumen in Johannesburg zum Au-pair-Drama in Hamburg
Ihr Werdegang ist alles andere als typisch, vom Film & Television Studium in Südafrika über die Arbeit als Au-pair und Englischlehrerin in Europa und China bis zur Anstellung als Frontend Developerin bei Jodocus, einem deutschen Tech-Unternehmen.
Ohne ein klares Ziel nach der enttäuschenden Erfahrung ihres Praktikums, war Imogen zunächst viel unterwegs. Mit 22 zog sie nach Hamburg und arbeitete als Au-pair für eine Familie. Was ein eher ruhiger Job hätte sein sollen, brachte unerwünschtes Drama mit sich, sie landete mitten in einer laufenden Scheidung.
Englischunterricht in Shanghai, immer noch auf der Suche
Also zog sie weiter, dieses Mal bis nach China, unterrichtete Englisch als Fremdsprache in Shanghai und erkundete, wenn möglich, dieses riesige, uralte Land.
„Ich habe versucht, mich selbst zu finden“, erklärt sie. „Aber als ich nach Deutschland zurückkam, war ich immer noch unsicher.“
Der Vorschlag eines Freundes, und eine Führungskraft, die sie weiter antrieb
Als ein befreundeter Entwickler in Hamburg ihr zum ersten Mal vorschlug, übers Programmieren nachzudenken, war sie zunächst zurückhaltend. Imogen unterrichtete zu dieser Zeit Englisch für Kinder, und die Idee, die Stabilität eines bezahlten Jobs aufzugeben, besonders in den unsicheren Zeiten der Covid-19-Pandemie, erschien ihr beängstigend. Aber die Unverschämtheit einer besonders unprofessionellen Vorgesetzten an ihrer Schule und das Beispiel einer Kollegin, die den Tech-Weg eingeschlagen hatte, überzeugten sie schließlich, den Sprung zu wagen.
Nachdem sie sich mit ihrem befreundeten Entwickler beraten hatte, welcher Kurs oder welche Schule am besten zu ihr passen würde, entschied sie sich für den KI-Softwareentwicklung Kurs der WBS CODING SCHOOL, den heutigen Nachfolger des Fullstack Web & App Developer Bootcamps, für das sie sich ursprünglich angemeldet hatte.
Der Mythos „man muss gut in Mathe sein“
Wie selbstverständlich sich Imogen heute in ihrer Rolle als Programmiererin bewegt, steht im Kontrast zu dem Bild, das sie sich in früheren Jahren vom Programmieren gemacht hatte: etwas unmöglich Kompliziertes, das nur Männern vorbehalten ist.
„Es hat geholfen, mit Gruppen wie Women in Tech, Women Who Code oder Girls Who Code in Kontakt zu kommen“, erklärt sie, „aber sobald ich angefangen habe, habe ich gemerkt, dass Vorstellungen wie ‚Programmieren ist nur für mathematisch Begabte‘ wirklich nur Mythen sind. Man braucht sicher ein logisches Denkvermögen zum Programmieren, aber man hat es nicht ständig mit Zahlen zu tun. Und Mathe wird auf Code-Ebene eigentlich nicht direkt gebraucht, zumindest nicht im kreativen Teil, der mich am meisten interessiert.“
Frontend Developerin heute: Die Lektion lautet, hab keine Angst
Die Karriere der ehemaligen Filmpraktikantin und Englischlehrerin hat sich komplett verändert. Gefragt, welche Lektion sie aus ihrer beruflichen Verwandlung zieht, hält sie kurz inne.
„Programmieren wirkt am Anfang wirklich super schwierig“, sagt sie mit einem Lächeln. „Ich erinnere mich, dass ich im ersten Monat des Bootcamps völlig überfordert war. Aber ich habe drangeblieben, mit meinem Trainer und meinem Team gearbeitet, und irgendwann hat sich dieses Gefühl der Schwierigkeit aufgelöst. Das ist also die Lektion, die ich gelernt habe, und mein Rat an andere: Hab einfach keine Angst.“
Imogen Drews hat den KI-Softwareentwicklung Kurs der WBS CODING SCHOOL abgeschlossen und arbeitet als Frontend Developerin bei Jodocus.
Braucht man wirklich Mathe, um programmieren zu lernen?
Man braucht keine besonderen Mathekenntnisse, um programmieren zu lernen, besonders nicht für Frontend- oder Webentwicklung, die viel stärker auf logischem Denken basiert als auf höherer Mathematik. Entscheidend für den Erfolg ist eher das Durchhalten während einer anfangs überfordernden Lernkurve, unterstützt von Trainer:innen und Team, als ein bestimmter Mathe-Hintergrund. Dieses Missverständnis hält viele fähige Menschen, besonders Frauen, länger vom Feld fern, als nötig wäre.
Bereit herauszufinden, dass Programmieren anders ist, als du denkst?
- Entdecke unseren KI-Softwareentwicklung Kurs (früher: Web & App Development Bootcamp), den Kurs, der Imogen zur Frontend Developerin gemacht hat.
- Lass dich von weiteren WBS CODING SCHOOL Erfolgsgeschichten inspirieren.









